Pfarrer Andriy Dmytryk wird priesterlicher Mitarbeiter in mehreren Gemeinden
Eichstätt/Ingolstadt. (pde) – Der Seelsorger für Katholikinnen und Katholiken ukrainischer Sprache, Pfarrer Andriy Dmytryk, wird zusätzlich Pfarrkurat der Pfarreien Buxheim, Eitensheim und Gaimersheim sowie der Pfarreien Ingolstadt-St. Augustin und Ingolstadt-St. Canisius mit einem Stellenumfang von insgesamt 50 Prozent.
Dmytryk ist seit 2022 Seelsorger für Gläubige des byzantinischen Ritus aus der Ukraine. Damals erfolgte die Ernennung für das Gebiet der Bistümer Regensburg und Eichstätt, jeweils mit einer halben Stelle. Dmytryk wird diese Aufgabe künftig nur noch für das Gebiet des Bistums Eichstätt wahrnehmen. Stattdessen wird er Seelsorgeaufgaben in den genannten Pfarreien übernehmen. Sein Dienstsitz bleibt weiter das Pfarrhaus in Ingolstadt-Oberhaunstadt. Bis 2022 war er Kanzler des ukrainisch-katholischen Exarchates in München.
Dmytryk stammt selbst aus der Ukraine, lebte als Sohn eines sowjetischen Militärangehörigen als Kind und Jugendlicher jedoch viele Jahre in Thüringen in der damaligen DDR. Einen Teil seiner Studienzeit verbachte er in den Jahren 1998 bis 2007 bereits in Eichstätt, vor allem im Collegium Orientale. 2007 ging er zurück in die Ukraine, wo er zum Priester der ukrainisch-katholischen Kirche geweiht wurde. Von 2009 bis 2022 versah er den Dienst als Kanzler des ukrainisch-katholischen Exarchates für Deutschland und Skandinavien mit Sitz in München. Mit Exarchat wird ein mit einem Bistum vergleichbarer Verwaltungsbezirk außerhalb des Stammlandes der ukrainisch-katholischen Kirche bezeichnet.
Die ukrainisch-katholische Kirche ist eine vollständig mit der römisch-katholischen Kirche verbundene katholische Kirche mit einigen Besonderheiten. So kennt sie in der Liturgie den so genannten byzantinischen Ritus, eine Gottesdienstform, die auch in den orthodoxen Kirchen verbreitet ist. Eine weitere Besonderheit ist, dass viele ihrer Priester verheiratet sind und Familie haben. Die ukrainisch-katholische Kirche entstand in Folge der Kirchenunion von Brest im Jahr 1596, als sich Teile der orthodoxen Kirchen an die Struktur und das Kirchenrecht der katholischen Kirche unter Beibehaltung des byzantinisch-orthodoxen Ritus in Liturgie und geistlicher Praxis anschlossen. Ihr gehören weltweit etwa 4,3 Millionen Gläubige an, in der Ukraine bekennen sich etwa 6 Prozent der Einwohner zu ihr.



